Der berühmte Musiker Papa Wemba ist am frühen Morgen des 24. April gestorben. Der 66-Jährige ist während eines Konzerts in Abidjan in der Elfenbeinküste zusammengebrochen. Die Todesursache ist noch unbekannt.

1949 geboren, war Jules Shungu Wembadio Pene Kikumba mit seiner Mischung aus afrikanischen, kubanischen und westlichen Klängen ein Synonym für kongolesische Kreativität. In einer fünf Jahrzehnte andauernden Karriere wurde er zu einem der berühmtesten Stars Afrikas.

Nicht nur kongolesischer Rumba und Soukus, ein daraus entstandener Musikstil, stehen in Verbindung mit Papa Wemba. Nach dem Vorbild von Prince und David Bowie war Papa Wemba berüchtigt für seinen Kleidungsstil. Als Teil der „Sapeur“-Bewegung legte er Wert auf teure und manchmal ziemlich exzentrische Kleidung. Die Bewegung begegnet der Armut im Kongo mit Designer-Outfits, für die Mitglieder häufig enorme Summen zahlen.

Papa Wemba ist jedoch nicht vollkommen unschuldig. 2004 musste er in Frankreich für 15 Monate ins Gefängnis, weil er illegale Einwanderer als Mitglieder seiner Band ausgegeben hatte, wohl wissend, dass sie nicht nach Afrika zurückkehren würden.

Dennoch ist die Trauer nach Papa Wembas Tod groß. Der kongolesische Baudouin Banza Mukalay nannte ihn einen „großen Verlust für das Land und für ganz Afrika“. Wahrscheinlich wird es in ganz Afrika viele riesige Veranstaltungen zur Erinnerung an Papa Wemba geben.