Heute ist Kaftan in mehreren Regionen der Welt bekannt. Jedoch ist dieses Kleidungstück besonders in Marokko beliebt – es wird sowie im Alltag als auch auf offiziellen Veranstaltungen getragen, abhängig von dem Stoff, aus dem es gemacht wurde. Kaftan ist eine langärmelige Robe mit einem tiefen Dekolleté, die oft mit Schickereien bedeckt ist.

Das Wort „Kaftan“ hat eine persische Herkunft und es existierte bereits in 600 v. Chr. Und es war vor Allem in der Vergangenheit ein Symbol des Reichstums – zum Beispiel haben die Sultane des Osmanischen Reiches Kaftan sehr oft angezogen. Das erste Mal, dass Kaftan in Marokko erwähnt wurde, war erst im 16. Jahrhundert. Das Kleidungstück ist in Marokko angelangt als Muslime und Juden von Andalusien ausgewandert sind. Daher kann man an den Kleidern den Einfluss unterschiedlicher Kulturen erkennen. In Europa wurde Kaftan ab der Mitte des 20. Jahrhundert verbreitet. In Amerika ist Kaftan auch rasch zu einem Must-Have wegen des exotischen Aussehens und der körperlichen Bequemlichkeit geworden. Das Kleidungstück wurde vor Allem von den Menschen, die den Hippie-Trail (von Nordafrika nach Afghanistan) gefolgt sind, verbreitet. Sogar „The Beatles“ waren von dem Kleidungsstück nach ihrem Tour in Indien beeinduckt.

Kaftan wird sowohl von Frauen als auch von Männern getragen. Er ist für die wärmeren Regionen Afrikas besonders charakteristisch, da er die Lüftung des Körpers ermöglicht und somit die Körpertemperatur sinkt. Auf keinen Fall sollte aber Kaftan mit der für Marokko traditionellen Djellaba verwechselt werden. Obwohl dass beide Kleidungsstücke ähnlich aussehen, unterscheidet sich Djellaba wegen der dazu gehörenden Kapuze.

Kaftans werden sogar auf speziellen Veranstaltungen wie Hochzeiten getragen. In solchen Fällen werden handgefertigte Kaftans bestellt, die dem individuellen Stil der Person entsprechen. Heutzutage wird Kaftan auch häufig auf dem roten Teppich gesehen, wofür Designers wie Tom Ford und Ellie Saab zu bedanken sind. Im Laufe der Jahre ist das Kleidungsstück günstiger geworden, sodass sich heutzutage fast jeder Kaftan besorgen könnte.