Diébédo Francis Kéré ist ein Architekt, der in Burkina Faso geboren wurde und für ein Architekturstudium nach Berlin kam. Mittlerweile lebt er in Deutschland und hat auch sein eigenes Architekturbüro in Berlin. Er ist der erste Architekt afrikanischer Abstammung, der den Auftrag erhielt, einen Pavillion in der Serpentine Gallery in London für 2017 zu errichten.

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Nach seinem Studium begann er in seinem Heimatdorf in Burkina Faso eine Schule für die dort lebenden Kinder  zu bauen. Heute arbeitet er an Projekten in Afrika und Europa. 2014 erhielt er den Erich-Schelling-Architekturpreis.

Die Idee für sein Gebäude in der Serpentine Gallery in London bekam er durch seine Heimat. Dort werden Bäume als zentraler Treffpunkt für die Gemeinschaft gesehen. Daher ist sein Gebäude in der Struktur und Form baumähnlich und das Material besteht größtenteils aus Holz. Vor allem das große Dach ist sehr auffällig, das die Baumkrone darstellen soll. Die Besucher sollen einen Bezug zur Natur bekommen und gleichzeitig durch das Dach vor Regen geschützt werden. Dennoch ist das Ganze offen gestaltet, sodass Luft und Licht das Gebäude durchfluten können, man gleichzeitig aber von der Hitze im Sommer geschützt ist. Diese architektonische Glanzleistung soll für Besucher eine Oase der Ruhe und der Entspannung werden. Durch die vielen Eingänge in das Innere spiegelt das Gebäude eine Art Offenheit wider.

Wer nun neugierig ist, wie der Pavillion aussieht, kann sich hier das Projekt anschauen und noch mehr über den Architekten erfahren.