Trainerwechsel, Neulinge und Favoriten beim Africa Cup 2017

Die gastgebende Mannschaft steht beim Africa Cup of Nations normalerweise besonders unter Druck den Titel zu holen. Unter den strengen Augen der eigenen Landsleute sowie im Mittelpunkt der internationalen Kameras heißt es, sich in Topform zu zeigen und das Land möglichst makellos zu präsentieren. Gastgeber Äquatorialguinea schaffte es 2015 bis ins Halbfinale, und noch mehr erwarten die Gabuner von ihrer Mannschaft rund um Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund). Weniger Vertrauen haben die Verantwortlichen dagegen in Trainer Jorge Costa. Im November, nur zwei Monate vor dem Anpfiff gegen Guinea-Bissau am 14. Januar entließ man den Portugiesen. Sein Nachfolger wird Jose Antonio Garrido, der zuvor als technischer Direktor in der Gabunischen Liga beschäftigt war. Dank Aubameyang und den zwei Talenten Mario Lemina (Juventus Turin) und Didier Ndong (FC Sunderland) ist der Kader des Gastgebers aber stark wie nie! Das beste Ergebnis bei einem Africa Cup war das Erreichen des Viertelfinales 1996 und zuletzt 2012. Nun träumt ganz Gabun von mehr.

Bereits die Qualifikation für das Turnier ist ein riesiger Erfolg für Guinea-Bissau, das in Gabun seine Premiere beim Africa Cup feiert. Qualitativ gehört Kader aber zu den schlechtesten des Turniers. Alles andere als das Aus in der Vorrunde wäre eine riesengroße Überraschung

In derselben Gruppe A spielt der Gastgeber auch gegen Kamerun. Obwohl genügend Qualität vorhanden ist, befindet sich die einstige Fußball-Macht im Chaos. Die beiden WM-Auftritte 2010 und 2014 verliefen desolat, den Africa Cup verpasste man in den letzten sechs Jahren zwei Mal. Nun sollen Offensivspieler Benjamin Moukandjo (FC Lorient), Vincent Aboubakar (Besiktas Istanbul) und der Schalker Eric Maxim Choupo-Moting dafür sorgen, dass endlich wieder positivere Schlagzeilen geschrieben werden, denn die Mannschaft gilt dennoch als Geheimfavorit.

Der Titelverteidiger, die Elfenbeinküste, befindet sich im Umbruch. Nach Topstar Didier Drogba ist nun auch das Brüderpaar Touré zurückgetreten. Die junge Generation um Eric Bailly (Manchester United) und Franck Kessie (Atalanta Bergamo) verfügt über viel Potenzial, muss sich aber erst finden. Für den amtierenden Champion wird die Gruppe C mit DR Kongo, Geheimfavorit Marokko und Togo alles andere als ein Selbstläufer.